Machlanddamm, Donauhochwasserschutz Baulos 3
Das Machland ist ein Becken in Ober- und Niederösterreich, welches sich von der Ennsmündung im Westen bis zur Neustadtler-Platte im Osten erstreckt. In Nord-Süd-Richtung werden die Grenzen durch die böhmische Masse bzw. den Donaustrom beschrieben.
Schon im Jahre 1993 wurde das Machland von einem verheerenden Hochwasserereignis heimgesucht, woraufhin Überlegungen angestellt wurden, wie dieser Landstrich künftig vor derartigen Katastrophen geschützt werden könnte.
Ein Teil der hochwassergefährdeten Bevölkerung konnte abgesiedelt werden – die betroffenen Objekte wurden abgerissen und die ehemaligen Eigentümer mit Ersatzgrundstücken und –objekten entschädigt.
Für die restlichen betroffenen ca. 1.000 Objekte (zahlreiche davon sind denkmalgeschützt), kam eine Umsiedelung aus wirtschaftlichen, logistischen oder gesellschaftlichen Motiven nicht in Frage, weshalb Überlegungen und schließlich Planungen für eine effiziente Hochwasserschutzanlage angestellt wurden.
Der gesamte Hochwasserschutz Machlanddamm umfasst nun die Gemeinden Mauthausen, Naarn, Mitterkirchen, Baumgartenberg, Saxen, Grein und Sankt Nikola. Das Baulos 3 (Mitterkirchen bis Baumgartenberg) umfasst bauliche und wasserbauliche Maßnahmen im Bereich der Flüsse Naarn, Schwemmnaarn, Klosterbach und Mettensdorfer Mühlbach. Dabei wurden zirka 13,5 km Schutzdamm und zirka 5.000 m Hochwasserschutzmauern (teilweise mobiler Hochwasserschutz) errichtet. 13 Pumpwerke und ca. 5.500 m Rohrkanal zur Hinterlandentwässerung sowie ein Brückenobjekt (Brücke über die Naarn bei Wagra) wurden gebaut.
| Auftraggeber | Machlanddamm GmbH |
| Leistungen | Örtliche Bauaufsicht, BauKG |
| Lage | Machland, Oberösterreich |


