Heiligenstädter Brücke
Die Heiligenstädter Hangbrücke liegt an der B14 Klosterneuburger Straße zwischen dem Kahlenbergerdorf / Waldbach und der Wiener Landesgrenze in Döbling / Klosterneuburg. Unmittelbar an das Tragwerk grenzt, parallel dazu, die zweigleisige Franz-Josefs-Bahn.
Aufgrund zahlreicher Schädigungen durch chloridhältiges Regenwasser an Unter- und Überbau sowie an der Lagerung wurde das bestehende Brückentragwerk abgebrochen und durch eine überschüttete Platte, welche als tieffundiertes Plattentragwerk ausgeführt ist, ersetzt.
Das 880 m lange Objekt setzt sich aus 45 Dehnfugenabschnitten zusammen und lagert je Dehnfugenabschnitt auf sechs Querriegeln, die über 12 Großbohrpfähle fundiert sind. Am Objektsanfang wird das Tragwerk aufgrund seiner geringen Höhe in rund vier Abschnitten als konventionell hinterfüllte, tief gegründete Stützmauer ausgebildet. Zur Vermeidung von Verformungsdifferenzen werden die Tragwerksplatten mit Stahlbetonschubknaggen verzahnt. Die Tragwerksplatte ist monolithisch mit dem Unterbau verbunden.
Der gesamte Unterbau des neuen Tragwerkes wurde unter dem bestehenden Tragwerk hergestellt. Für die Pfahlherstellung war eine Durchörterung der bestehenden Fahrbahnplatte notwendig. Der Abtrag des bestehenden Tragwerkes und die Herstellung des neuen Tragwerkes erfolgte abschnittsweise nach Fertigstellung des Unterbaus.
Das Bauvorhaben war unter Aufrechterhaltung des (eingeschränkten) Individualverkehrs in fünf Verkehrsphasen abzuwickeln.
| Auftraggeber | MA29 Brückenbau und Grundbau |
| Leistungen | Begleitende Kontrolle |
| Lage | Döbling/Brigittenau, Wien |


